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KARRIERE UND FINANZEN/ BÜCHER, DIE UNS IM JOB VORANBRINGEN

Die Kunst guter Menschenführung. Von Schafen, Weiden und Stecken oder: Die Lehren aus dem Enron-Skan

Ob­wohl "Das Hir­ten­prinzip" die hohe Schule der Per­so­nal­füh­rung be­han­delt, hat der ei­gen­wil­lige Titel nichts mit der her­köm­m­­li­chen Li­te­ratur zum Fach ge­mein. Das Buch kommt nicht ober­leh­rer­haft daher, spreizt sich nicht mit Fach­wissen und mit tro­ckenen Ma­na­ge­ment­theo­rien, braucht keinen Jargon und schon gar keine dok­tri­näre An­sprache. Der In­halt des zwar schmalen, aber umso ge­wich­ti­geren Bandes ist schnell er­zählt: Der Grand Old Man des US-Ma­na­ge­ments, der le­gen­däre Theodor Mc­Bride, der Ge­neral Tech­no­lo­gies zu her­aus­ra­genden Er­folgen ge­führt hat, lüftet dem Jun­gre­porter vom "Texas Star", Wil­liam Pentak, die Ge­heim­nisse seines un­ter­neh­me­ri­schen Er­folges. In einem ebenso geist­rei­chen wie un­ter­halt­samen Ge­spräch be­zieht er sich dabei auf die ur­alte Tra­di­tion des Scha­fe­hü­tens, die ihm sein Dok­tor­vater in einem äu­ßerst pra­xis­nahen An­schau­ungs­un­ter­richt auf Farmen, Weiden und bei Vie­hauk­tionen ver­mit­telte, um ihm die we­sent­li­chen Merk­male her­vor­ra­gender Füh­rungs­kräfte zu ver­deut­li­chen. Die hohe Schule der Per­so­nal­füh­rung be­steht darin, Treue und Loya­lität bei den Mit­ar­bei­tern zu er­zeugen und diese so an­zu­leiten, dass sie sich gerne an­schließen. Das ge­lingt von leichter Hand, weil die be­mer­kens­werten Re­geln, die seit Jahr­tau­senden Gel­tung haben, ethi­schen Prin­zi­pien ver­pflichtet sind und mensch­liche Grund­be­dürf­nisse in den Vor­der­grund stellen.

 

Vom Umgang mit sturen Eseln und beleidigten Leberwürsten - Wie Sie Konflikte kreativ lösen

Kennen Sie das? Sie wollten je­manden le­dig­lich auf einen kleinen Fehler auf­merksam ma­chen und der an­dere über­rascht Sie mit seiner Re­ak­tion. Viel­leicht be­ginnt er so­fort zu streiten, ant­wortet mit einem "dummen" Kom­mentar oder macht sich über Ihr An­liegen lustig. Und schon ist der Kon­flikt da! Meist ge­rieren wir uns dann als Mi­mose oder als Streit­hahn. Wir schlagen Por­zellan ka­putt und Türen zu, greifen zu Ver­bal­in­ju­rien oder mimen den sturen Esel bzw. die be­lei­digte Le­ber­wurst. Dass auf­ge­wühlte Emo­tionen kei­nes­wegs ge­eignet sind, um kon­flikt­be­la­dene Si­tua­tionen zu ent­schärfen, kommt uns im Zu­stand der Rage na­tür­lich nicht in den Sinn. Im Ge­gen­teil: Wir be­harren auf un­serem Recht und ar­beiten uns auf der Be­zie­hungs­ebene ab, wor­über die Sa­che­bene völlig aus dem Blick gerät. Ob Be­wer­tungs-, Ver­tei­lungs-, Werte-, Rollen- oder Be­zie­hungs­kon­flikt: Be­kannt­lich ver­liert man in sol­chen Si­tua­tionen lieber den Kopf als sein Recht ... Wobei das Fa­tale an Strei­tig­keiten ist, dass sie so lange emo­tional es­ka­lieren, so­lange wir uns nicht um eine klare Sicht darauf be­mühen.

Wie man die ver­zwickte Dy­namik durch­bre­chen, wieder ein kühles Köpf­chen ge­winnen und Kon­flikte kon­struktiv sowie kräf­te­spa­rend an­gehen kann, er­ör­tert Ur­sula Wa­wr­zinek auf un­ter­halt­same und leicht les­bare Weise.

 

Kommentare

  • Der hat im Herbst 2008 als Debütant in Deutschland...
  • Danke für den Tipp, Tiniaden. Nie von diesem Autor...
  • Joachim Kaiser nannte die Haskil, die ab ihrer Pub...

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