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WISSENSCHAFTEN/ BÜCHER, DIE DIE WELT ERKLÄREN

MehrWert oder mehr wert!? Warum Frauen in der Buchbranche nicht das Sagen haben

2010 machten sich die Bücher­Frauen, die sich seit zwei Jahr­zehnten für die Be­lange der Frau in der Buch­branche stark ma­chen, zum 20-jährigen Be­stehen ihres Netz­werkes ein be­son­deres Ge­schenk. Sie be­auf­tragten Dr. Romy Fröhlich, Pro­fes­sorin für Kom­mu­nika­ti­ons­wis­sen­schaft an der Ludwig-Ma­xi­mi­lians-Uni­versität in München, mit der ersten breit an­ge­legten quan­ti­ta­tiven Er­he­bung zur be­ruf­li­chen Si­tua­tion von Männern und Frauen in der Ver­lags- und Buch­branche. Die Er­geb­nisse wurden im Herbst des Jahres pu­bli­ziert. Seither haben wir es auch Schwarz-auf-Weiß, dass die deut­sche Buch­branche weib­lich ist!

Mehr als 80% der­je­nigen, die im Buch­handel und Ver­lags­wesen beschäftigt sind, gehören dem weib­li­chen Ge­schlecht an. Wobei die Vor­herr­schaft des Fe­mi­ninen in der Branche kein neuer Trend ist. Im Ge­gen­teil. Seit nun­mehr 50 Jahren do­mi­nieren Frauen das Feld, auf dem Bücher wachsen. Wohl hat die quan­ti­ta­tive Über­macht den Frauen nichts ge­bracht. De­tail­liert weist Romy Fröhlich nach, dass die ge­schlechts­s­pe­zi­fi­schen Un­ter­schiede in der Buch­branche klas­sisch sind. Das heißt: Ob­wohl die Buch­branche "fe­mi­ni­siert" ist, ist die Frau dem Mann nicht gleich­ge­stellt.

 

Geheimnis der Templer gelüftet?

Gast­bei­trag:

Dr. Ste­phan Zeidler über "Der Temp­ler­schatz. Eine Spu­ren­suche"

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Man­cher mag sich denken, nicht noch so ein Buch über den Schatz der Templer. Wieder so ein ‚Irrer‘, der eine wilde Ver­schwörungs­theorie aus­breitet. Doch weit ge­fehlt.

Dem Pu­bli­zisten und Jour­na­listen To­bias Da­niel Wabbel ist es trotz des be­rech­tigten Miss­trauens ge­lungen, eine le­sens­werte Be­schrei­bung seiner „Spu­ren­suche“ vor­zu­legen. Wer al­ler­dings hofft, an­hand dieses Bu­ches den Temp­ler­schatz zu finden, wird leider enttäuscht. Auch Wabbel hat den Schatz nicht in Frank­reich ge­funden, auch wenn er sämt­liche greif­baren Hin­weise aus­ge­wertet und für seine Ar­beit in­ter­pre­tiert hat. Ihm ge­lingt es, seinen Stoff span­nend zu be­schreiben, was er auch durch teil­weise an­ek­do­ten­hafte Erzählungen seiner Re­cher­che­reisen in Frank­reich und Schott­land auf­lo­ckert.

So be­ginnt er, nach einer kurzen Einführung in die Ent­ste­hungs­ge­schichte des Temp­ler­or­dens, mit seinen Über­le­gungen, was der Schatz ei­gent­lich ge­wesen sein könnte. Er in­ter­pre­tiert hierfür zahl­reiche Stellen des Alten Tes­ta­ments und un­ter­sucht die mit­tel­al­ter­li­chen Gral­sepen (S. 76ff) des Chr&ea­cute;tien de Toyes („Per­ceval“) und des Wolfram von Eschen­bach („Par­zival“). Wabbel kommt zu dem Schluss, dass der Temp­ler­schatz die re­li­gi­ons­ge­schicht­lich wich­tigste Re­li­quie, nämlich die Bun­des­lade mit den Ta­feln mit den 10 Ge­boten, ent­halten habe. Diese sei von den Is­rae­liten nach der An­kunft im Hei­ligen Land, aus Angst vor Überfällen, in den Höhlen unter dem Tempel Sa­lo­mons ver­steckt worden. In Laon schließlich glaubt Wabbel die Grals­burg zu er­kennen, die beide Au­toren in ihren Ro­manen be­schreiben.

 

Living Statistics of Social Media

"Spea­king of rain­bows my So­cial Media Counts had its an­nual fa­ce­lift 2010 :) " - Garys So­cial Media Count

Live Sta­ti­stics wi­thout words

(c) Gary Hayes Li­ving Sta­ti­stics of So­cial Media 2010 

 

Wendy Moore : The Knife Man: Blood, Body-snatching and the Birth of Modern Surgery

In ihrer Bio­gra­phie befaßt sich die Wis­sen­schafts­jour­na­listin Wendy Moore mit dem Leben und Wirken des aus Schott­land stam­menden Me­di­zi­ners John Hunter. Der wurde als eines von zehn Ge­schwis­tern einer Bau­ern­fa­milie ge­boren. Vater und acht seiner Ge­schwister starben früh. Im Alter von zwanzig Jahren geht er nach London, um bei Wil­liam, dem zehn Jahre älteren Bruder, eine Aus­bil­dung in der Ana­tomie zu ab­sol­vieren. Wil­liams Vor­stel­lung einer Ana­tomie - Schule sind glei­chermaßen re­vo­lu­tionär wie schwer zu ver­wirk­li­chen : er ga­ran­tiert jedem Schüler genügend Leich­name, um sich in der Kunst der Sek­tion zu üben und den ana­to­mi­schen Aufbau des Men­schen durch An­schauung zu er­fahren.

 

2030 - Quo vadis, Deutschland?

Seit drei Jahr­zehnten legt Horst W. Opa­schowski im Zehn­jah­res­rhythmus rich­tung­wei­sende Stu­dien zur zukünf­tigen Ent­wick­lung Deutsch­lands vor. Dabei sieht er sich in der Pflicht, Ori­en­tie­rungs­hilfen für Ent­schei­dungsträger zu er­ar­beiten, damit zu­kunfts­ori­en­tierte Pro­zesse in Wirt­schaft, Po­litik und Ge­sell­schaft in Gang ge­setzt werden. Ent­spre­chend fo­kus­sieren seine Pu­bli­ka­tionen vor­wie­gend solche Brenn­punkte und Kon­flikt­felder, bei denen drin­gender po­li­ti­scher Hand­lungs­be­darf be­steht. So auch die Studie „Deutsch­land 2030“, die sich 16 The­men­kom­plexe unter die Lupe nimmt: Wohl­stand, Ar­beit, Konsum, Um­welt, Me­dien, Sport, Er­lebnis/En­ter­tain­ment, Ur­laub, Wohnen, Kultur, Bil­dung, Ge­ne­ra­tionen, So­ziales, Werte, Vor­sorge und die Zu­kunfts­for­schung selbst.- Trotz einer un­miss­verständ­li­chen Ziel­set­zung, die sich aus dem Credo einer an ge­sell­schaft­li­chen Pro­zessen par­ti­zi­pie­renden Zu­kunfts­for­schung speist, ziehen nicht nur po­li­ti­sche Ent­schei­dungs­träger aus der wis­sen­schaft­li­chen Studie Ge­winn. Das al­lemal, weil die Dia­gnosen und Pro­gnosen fes­seln und das The­men­spek­trum weitläufig ab­ge­steckt ist. Neben ge­wich­tigen ge­sell­schafts­po­li­ti­schen, öko­no­mi­schen und so­zialen Fragen ana­ly­siert der Ver­fasser vielfältigste Be­reiche des All­tags­le­bens und der Frei­zeit­ge­stal­tung. Wie in den vor­aus­ge­gangen Stu­dien schaut Opa­schowski dem Volk auf’s Maul und die Finger.

 

 

Kommentare

  • Der hat im Herbst 2008 als Debütant in Deutschland...
  • Danke für den Tipp, Tiniaden. Nie von diesem Autor...
  • Joachim Kaiser nannte die Haskil, die ab ihrer Pub...

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